Die Revolution eines geistreichen Volks, die wir in unseren Tagen haben vor sich
gehen sehen, mag gelingen oder scheitern; sie mag mit Elend und Greueltaten dermaßen
angefüllt sein, daß ein wohldenkender Mensch sie, wenn er sie, zum zweitenmale
unternehmend, glücklich auszuführen hoffen könnte, doch das Experiment auf solche
Kosten zu machen nie beschließen würde – diese Revolution, sage ich, findet doch in
den Gemütern aller Zuschauer (die nicht selbst in diesem Spiele mit verwickelt sind)
eine Teilnehmung dem Wunsche nach, die nahe an Enthusiasm grenzt …
Ein solches Phänomen in der Menschengeschichte vergißt sich nicht mehr, weil es eine
Anlage und ein Vermögen in der menschlichen Natur zum Besseren aufgedeckt hat,
dergleichen kein Politiker aus dem bisherigen Laufe der Dinge herausgeklügelt hätte …
Aber, wenn der bei dieser Begebenheit beabsichtigte Zweck auch jetzt nicht erreicht
würde, wenn die Revolution, oder Reform, der Verfassung eines Volks gegen das Ende
doch fehlschlüge, oder, nachdem diese einige Zeit gewähret hätte, doch wiederum alles
ins vorige Gleis zurückgebracht würde (wie Politiker jetzt wahrsagern), so verliert
jene philosophische Vorhersagung doch nichts von ihrer Kraft. – Denn jene Begebenheit
ist zu groß, zu sehr mit dem Interesse der Menschheit verwebt, und, ihrem Einflusse
nach, auf die Welt in allen ihren Teilen zu ausgebreitet, als daß sie nicht den
Völkern, bei irgendeiner Veranlassung günstiger Umstände, in Erinnerung gebracht und
zu Wiederholung neuer Versuche dieser Art erweckt werden sollte.